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17.11.2017 : 18:37 : +0100

Das nestorianische Christentum

Dass es in Mittelasien zur Zeit der Mongolen "nestorianische" Christen gegeben hat, ist allgemein bekannt. Sogar unter den Nachkommen Dschingis Xaans soll es solche Christen gegeben haben, Aber weniger bekannt ist, was diese Christen von den westlichen Kirchen unterscheidet und worin die offenbaren Widersprüche zur katholischen Kirche in Rom bestanden, wie sie insbesondere in den Reiseberichten des Wilhelm von Rubruk deutlich werden. Unter dem Titel "Initiates file downloadDie Ostsyrische Mission" hat Prof. Dr. Wassilios Klein 1995 einen Aufsatz in dem Sammelband "Einleitung in die Missionsgeschichte, Tradition, Situation und Dynamik des Christentums", hrsg. v. Karl Müller u. Werner Ustorf, Stuttgart: Kohlhammer 1995 (Theologische Wissenschaft 18) veröffentlicht, der hier Licht ins Dunkel bringt. Initiates file downloadWeiterlesen...

Karakorum - die Hauptstadt des mongolischen Weltreiches

Er gehört zum Standardprogramm einer Mongoleireise: Der Besuch des Klosters Erdenij dzu in der Orxon-Ebene beim Somon Xarxorin (Kharkhorin). Gegründet etwa 1585 durch Altan Khan, wurde es vermutlich teilweise mit den übriggebliebenen Steinen der etwa 100 Jahre zuvor aus den historischen Quellen verschwundenen Hauptstadt des mongolischen Weltreichs erbaut. Die heute in jährlichen Grabungskampagnen offengelegten (und jeweils am Ende einer Kampagne wieder zugeschütteten) Spuren des alten Karakorum liegen etwa sechs Kilometer entfernt in der Ebene.

Was wissen wir über diese Stadt, die der Steppenboden wieder verschluckt hat und die doch für etwa ein Jahrhundert die Hauptstadt des mongolischen Weltreiches gewesen ist? Professor Johannes Gießauf von der Universität Graz hat uns freundlicherweise seinen Aufsatz "Initiates file downloadVom Jurtenkarrenparkplatz zur multikulturellen Metropole - Eine kleine Geschichte Karakorums" zur Verfügung gestellt.

Chingis Xaan in zeitgenössischen Quellen

2006 veröffentlichte Johannes Steiner in den Mitteilungen der Grazer Morgenländischen Gesellschaft, Band 13. Graz 2006, den Artikel Initiates file download„… und dadurch ist er so ganz anders.“ Bemerkungen zu Tschinggis Khan in den Quellen. Auf dem Stand der Forschung von 2006 werden hier die historischen Quellen aufgearbeitet, auf denen unser Wissen über die Mongolen damals beruhen.

Daten zur Geschichte

1162

Vermutliches Geburtsjahr Temüüzhins (Chingis Xaan)

1206

Ernennung Temüüzhins zum Chingis Xaan (Herrscher aller Mongolen und Steppenvölker)

1227

Tod Chingis Xaans

1229

Beginn des Xaanats von Ögöödej

1234

Endgültige Unterwerfung Nordchinas

1235

Ausbau Xarxorins zur Hauptstadt des Mongolenreiches; Einführung eines Steuersystems

1236

Gründung der "Goldenen Horde" in Russland (Kasan)

1236

Beginn des Feldzugs nach Westen unter Batu

1237

Eroberung Moskaus

1240

Zerstörung Kiews, Ende der Kiewer Rus

1241

Schlacht von Liegnitz, Sieg über das polnische Ritterheer und Eroberung von Budapest

1241

Der Tod Ögöödejs beendet den Westfeldzug

1246-1248

Güyük wird Grossxaan; unter ihm kommt der Papst-Gesandte Plano Carpini nach Xarxorin

1251-1259

Xaanat von Mönx (frühere Schreibweise: Möngke)

1256

Gründung des Il-Xaanats in Persien durch Xülegü (Hülagü)

1260-1294

Khanat von Xubilaj Xaan, Begründer der Yüan-Dynastie in China

1271

Endgültige Eroberung Südchinas

1355

Beginn des Zerfalls des Il-Xaanats in lokale Fürstentümer

1368

Vertreibung des letzten Yüan-Kaisers aus China, Beginn der Ming-Dynastie

1380

Erste Niederlage der Goldenen Horde gegen ein russisches Heer in der Schlacht von Kulikow

um 1400

Mongolisches Großreich unter Timur Lenk (Tamerlan), Einfall in Nordindien und Gründung der Mogul-Reiche

1480

Das Heer der Goldenen Horde zieht sich am Fluss Ugra kampflos zurück. Endgültiges Ende der Tatarenherrschaft über Russland