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17.10.2018 : 12:19 : +0200

Krankheiten

In klimatisch schwierigen Zeiten können viele Tiere an Krankheiten sterben. Es ist deshalb wichtig, diese möglichst frühzeitig zu erkennen und eine adäquate Behandlung einzuleiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Piroplasmose; zusammen mit der Druse forderte sie einen grossen Teil der verendeten Tiere.

Piroplasmose

Die Piroplasmose ist in Zentralasien und der Mongolei unter den Hauspferden endemisch. Die Parasiten werden durch Zecken auf die Takhis übertragen und vermehren sich in deren Blutzellen. Die Folgen sind Blutarmut, Fieber und Müdigkeit; unter dem Stress der Akklimatisation führt die Krankheit jedoch auch zum Tod. Die Infektion kann auf das ungeborene Fohlen übertragen werden und eine Totgeburt verursachen. Bei Hengsten mit einem hohen Testosteronspiegel kann sie zu einer Immunsuppression führen.

Über eine artifizielle Infizierung unter veterinärmedizinischer Kontrolle kann eine Präimmunität erreicht werden; auch die Anwendung antiparasitischer Pflanzen wird untersucht. Seit die Krankheit diagnostiziert werden kann und eine Behandlung möglich ist, sind nur noch wenige Tiere daran gestorben.

Druse

Die Druse ist eine hochansteckende, bakterielle Infektion durch Streptococcus equi. Die Erkrankung der oberen Atemwege führt zu einem schlechten Gesundheitsstatus, Inappetenz und eitrigen Abszessen in der Mandelregion. Im harten Winter 2000/2001 wurden einzelne Takhis durch Hauspferde angesteckt und die Krankheit wurde erst spät erkannt.

Bei diesen aussergewöhnlichen klimatischen Verhältnissen waren die Takhi-Gruppen ausnahmsweise zusammen getrieben worden, um zu grosse Verluste durch Erschöpfung und Nahrungsmangel zu vermeiden. Auf diese Weise konnte sich die Krankheit über den ganzen Bestand ausbreiten.